Die Arbeit hat sich gelohnt!

24. September 2017

Hinter uns liegt eine anstrengende Woche. Aber der Aufwand hat sich definitiv gelohnt. Die Premiere war ein voller Erfolg, sowohl aus Sicht der Schauspieler als auch – wie uns gestern häufig bestätigt wurde – aus Sicht der Zuschauer. Aber schauen wir uns kurz an, was sich bei den gewissen in der Woche vor der Premiere alles abspielt, bis ein Stück aufführungsreif ist.

In der so genannten Hauptprobenwoche vor der Premiere wird von den Schauspielern, dem Regisseur, der Souffleuse und dem Techniker vollster Einsatz verlangt. Denn während zwischen April und Mitte September immer nur freitags geprobt wird, gibt es in der Hauptprobenwoche insgesamt vier Probenabende am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag, bevor dann Samstag die Premiere ansteht. Viele von uns nehmen sich die Woche oder wenigstens ein paar Tage der Woche frei, denn die Proben starten um 19 Uhr und gehen nicht selten bis 23 Uhr. Zum Glück sorgt unsere Cateringbeauftragte oder ein anderes Gruppenmitglied für Verpflegung an den Abenden und die Generalprobe wird traditionell mit einem Pizzaessen abgeschlossen.

Dabei geht es bei den Proben in der Hauptprobenwoche nicht nur darum, die Szenen zu perfektionieren, die schauspielerische Leistung noch zu steigern und Übung zu bekommen. Es geht auch darum, letzte Feinheiten an den Kostümen abzustimmen und die Masken der einzelnen Figuren festzulegen. Auch die Maskenbildnerinnen sind daher an mehreren Abenden in der Hauptprobenwoche im Einsatz.

Und auch außerhalb der Probenarbeit geschieht noch einiges, was wir für eine erfolgreiche Premiere benötigen. Beispielsweise werden die schwarzen Tücher als Sichtschutz hinter den Türen der Bühne erst in der Hauptprobenwoche angebracht. Denn erst ab der Hauptprobe am Mittwoch vor der Premiere spielen wir so realistisch, dass alle Schauspieler außerhalb ihrer jeweiligen Auftritte im Backstage-Bereich bleiben müssen. Häufig fällt dann erst auf, wo handwerklich auf oder hinter der Bühne noch Hand angelegt werden muss.

Ist die Generalprobe dann geschafft, heißt es am Samstagvormittag erstmals: Saal dekorieren und Speisen vorbereiten. Unsere Dekoverantwortliche hat bis dahin alle Utensilien für eine zum Stück passende Tischdeko besorgt, sodass ein Team im Saal die Tische stellen und alles dekorieren kann. Unsere Küchenverantwortliche hat Essen für 140 Gäste kalkuliert und eingekauft, sodass ein zweites Team in der Küche fleißig die verschiedenen Speisen zubereiten kann. Nach so vielen Jahren sind die gewissen bei diesen Prozessen bestens eingespielt. Alle arbeiten Hand in Hand, jeder fühlt sich für bestimmte Vorgänge zuständig und sogar die Kleinsten packen tatkräftig mit an.

Wenn sich dann um 19 Uhr die Türen öffnen und die ersten Gäste die Saaldeko bewundern und die Speisekarte studieren, wissen wir, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Und der Applaus sowie das Lob nach dem Stück entschädigen erst recht für alle Strapazen der vergangenen Woche. Es ist einfach toll, wenn wir unseren Gästen einen rundum schönen Theaterabend bereiten können. Und deshalb sind wir nach der Premiere immer schon heiß auf die nächsten Vorstellungen.

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